Radiowissen

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エピソードの概要

Diese Episode untersucht die tiefgreifende Bedeutung und die gefährliche Dynamik der apokalyptischen Rhetorik in der modernen Welt. Von historischen Ereignissen wie dem 11. September und der Fukushima-Katastrophe bis hin zur Corona-Pandemie und der Klimakrise wird analysiert, wie Endzeitszenarien als machtvolle Kommunikationsmittel eingesetzt werden. Der Beitrag beleuchtet den Übergang von der antiken, religiösen Apokalyptik, die auf ein göttliches Happy End hoffte, zur säkularen, weltlichen Apokalypse, die oft ohne Erlösung auskommt und zur politischen Mobilisierung sowie zur Schaffung von Feindbildern genutzt wird. Die Analyse umfasst verschiedene politische Bewegungen, darunter den Kommunismus, den Nationalsozialismus sowie moderne rechtspopulistische Strömungen. Experten wie der Religionswissenschaftler Alexander Kenneth Nagel und der Soziologe Felix Schilk erläutern die psychologischen Funktionen dieser Erzählungen – von Trost für Verfolgte bis hin zur gefährlichen Instrumentalisierung für Machtansprüche durch die Konstruktion eines „bösen Feindes“.

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ハイライト

Den Apokalyptikern von heute ist im Vergleich zu ihren biblischen Vorfahren etwas Entscheidendes verloren gegangen. Das Happy End.

00:01:38 · Der Sprecher weist auf den wesentlichen Unterschied zwischen antiker und moderner Endzeit-Rhetorik hin.

Die klassische Apokalypse hat also ein klares Programm. Es folgt einer klaren Dramaturgie. Verfall, Krise und Erlösung.

00:03:27 · Professor Bernd Schipper erklärt die strukturellen Bestandteile biblischer Apokalyptik.

Apokalyptik bedeutet heute im Alltagssprachgebrauch oft einfach nur noch Weltuntergang. Von Erlösung keine Spur.

00:13:12 · Es wird beschrieben, wie sich die Bedeutung des Wortes in der modernen Sprache verändert hat.

Trump, der heute andere Feindschaften hat, der die alte antiliberale Feindschaft wiederbelebt.

00:18:28 · Die Verbindung zwischen moderner politischer Rhetorik und alten Mustern wird aufgezeigt.

Aber was sie nicht macht, ist ja tatsächlich reale Krisen zu lösen, sondern sie lässt das Ganze rein auf einer symbolischen Ebene.

00:21:45 · Felix Schilk warnt davor, dass apokalyptische Rhetorik keine konstruktiven Lösungen bietet.

エピソード

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Apokalyptik - Krisenrhetorik als Waffe?

Diese Episode untersucht die tiefgreifende Bedeutung und die gefährliche Dynamik der apokalyptischen Rhetorik in der modernen Welt. Von historischen Ereignissen wie dem 11. September und der Fukushima-Katastrophe bis hin zur Corona-Pandemie und der Klimakrise wird analysiert, wie Endzeitszenarien als machtvolle Kommunikationsmittel eingesetzt werden. Der Beitrag beleuchtet den Übergang von der antiken, religiösen Apokalyptik, die auf ein göttliches Happy End hoffte, zur säkularen, weltlichen Apokalypse, die oft ohne Erlösung auskommt und zur politischen Mobilisierung sowie zur Schaffung von Feindbildern genutzt wird. Die Analyse umfasst verschiedene politische Bewegungen, darunter den Kommunismus, den Nationalsozialismus sowie moderne rechtspopulistische Strömungen. Experten wie der Religionswissenschaftler Alexander Kenneth Nagel und der Soziologe Felix Schilk erläutern die psychologischen Funktionen dieser Erzählungen – von Trost für Verfolgte bis hin zur gefährlichen Instrumentalisierung für Machtansprüche durch die Konstruktion eines „bösen Feindes“.

06 8月 2026
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Fahrrad als Kult - Aufbruch und Temporausch in der Moderne

Diese Episode von Radio Wissen untersucht das Phänomen des Fahrradbooms um die Jahrhundertwende 1900 und dessen Bedeutung für den Anbruch der Moderne. Das Fahrrad wird dabei nicht nur als technisches Fortbewegungsmittel, sondern als kultureller Kristallisationspunkt betrachtet, der Themen wie Individualität, Freiheit, soziale Emanzipation und die Transformation des menschlichen Körpers in einer zunehmend mechanisierten Welt verhandelt. Der Bericht beleuchtet die Entwicklung von der frühen Laufmaschine über das Hochrad bis hin zum alltagstauglichen Niederrad. Dabei werden die sozialen Auswirkungen auf das Bürgertum, die Rolle des Radsports als Massenphänomen und die Verbindung zur Lebensreformbewegung sowie zur Emanzipation der Frau analysiert. Auch die ästhetische Inszenierung in der Werbung und Kunst, etwa durch Toulouse-Lautrec, wird thematisiert.

05 8月 2026
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Ein Frauenleben nach dem Krieg (2/2) Die unerwünschte Liebe

Diese Episode aus der Reihe „Ein Frauenleben in der Nachkriegszeit“ erzählt die Lebensgeschichte von Dorle Meyer, einer Überlebenden der Bombardierung Dresdens, die nach Frankfurt zog. Der Bericht beleuchtet ihre berufliche Entwicklung als Sekretärin in den 1950er Jahren, die spezifischen gesellschaftlichen Anforderungen an diesen Beruf sowie die prekären Wohnverhältnisse der Nachkriegszeit. Zudem thematisiert die Folge die soziopolitischen Veränderungen der frühen Bundesrepublik, von der rechtlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung durch Elisabeth Selbert bis hin zu den kulturellen Spannungen durch Beziehungen zu US-Besatzungssoldaten. Die Erzählung verbindet persönliche Erinnerungen an den wirtschaftlichen Aufschwung und die Rückkehr zur familiären Stabilität mit den tieferliegenden gesellschaftlichen Umbrüchen der Ära.

04 8月 2026
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Die Erfindung des Kindergartens - Wie eine Bewegung die Kindheit neu dachte

Diese Episode beleuchtet die historische Entstehung und globale Ausbreitung des Kindergartens, ausgehend von Friedrich Fröbels radikaler pädagogischer Idee im Jahr 1840. Der Bericht verfolgt den Weg von der thüringischen Gründung über das politische Verbot in Preußen bis hin zur Etablierung in den Vereinigten Staaten durch deutsche Einwanderer wie Margarete Meyer-Schurz. Dabei wird aufgezeigt, wie aus einem Konzept, das auf spielerischem Lernen und Naturbeobachtung basiert, eine internationale Bildungsbewegung wurde, die auch Frauen neue berufliche Perspektiven eröffnete.

04 8月 2026
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Ein Frauenleben nach dem Krieg (1/2) Bombennächte und Neuanfang

Diese Episode erzählt die bewegte Lebensgeschichte von Dorothea Meyer, die die traumatischen Ereignisse der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 sowie die darauffolgende Zeit des Umbruchs miterlebt hat. Die Erzählung führt durch die persönliche Biografie einer jungen Frau, deren Familie tief im Nationalsozialismus verwurzelt war und nach dem Krieg mit den Konsequenzen der Besatzung, Flucht und Neuanfang konfrontiert wurde. Neben persönlichen Erinnerungen an das Überleben im Luftschutzkeller und die Flucht in den Westen bietet die Folge historische Einblicke durch den Historiker Harald Jähner. Er beleuchtet die gesellschaftlichen Veränderungen in der Nachkriegszeit, die Rolle der Frauen in einer zerstörten Infrastruktur sowie die schwierigen Bildungsbedingungen und die Bedeutung des kulturellen Austauschs mit den Westalliierten.

03 8月 2026